Ausflüge

 

Pitigliano von Süden
Zeichnung © Peter Petri

 
     


Le Città
del Tufo

 
Mit den Nachbarorten Sovana und Sorano bildet Pitigliano ein Dreieck, "Le Città del Tufo", die Tuff-Städte, genannt. Jeder dieser drei Orte ist von den anderen aus leicht erreichbar und hat seinen eigenen Charakter.

 

Sovana
 
Sovana
sieht man es heute nicht mehr an, daß es einmal der wichtigste Ort der Gegend war, bevor der Bischofssitz nach Pitigliano verlegt wurde. Später war es lange Zeit fast gar nicht bewohnt, heute ist er einer der schönsten und ruhigsten Orte weit und breit. Eines der geschlossensten architektonischen Ensembles ist die Piazza del Pretorio. Ganz am Ende der Ortschaft steht der Dom, eine Kostbarkeit der Romanik. Dann gibt es noch das Geburtshaus (man mag es glauben oder nicht) des späteren Papstes Gregor VII, der Heinrich IV nach Canossa kommen und ihn dann erstmal tagelang mit nackten Füßen im Schnee stehen ließ. Sovana ist auch berühmt für seine etruskisch-römischen Nekropolen. Es gibt eine ganze Reihe davon. Am eindrucksvollsten ist die Tomba Ildebranda, eine der größten etruskischen Grabanlagen überhaupt. An der Straße nach San Martino sul Fiora, direkt unterhalb der Brücke ist eine kleine, aber feine Fluß-Badestelle. (7 km)


Sorano
 
In wilder Landschaft gelegen, ist Sorano ein hübsches Städtchen zum Spazierengehen oder Kaffetrinken. Oberhalb hat es eine imposante Burg, deren Kasematten man bei einer unterirdischen Führung besichtigen kann. In der Burg ist ein Museum, vorwiegend mittelalterlicher Lokalkultur. Die ganze Südseite von Sorano war bis vor kurzem ein verlassener Stadtteil. Der Tuff-Felsen war morsch, und die ersten Häuser waren schon in die Tiefe gestürzt. Inzwischen wurde der Felsen befestigt und die Ruinen oberhalb werden wieder aufgebaut. (8 km)

    Sorano
    ein bißchen weiter weg...
   

Vitozza
 
Direkt neben der Ortschaft San Quirico, nicht weit von Sorano, sind die interessanten Reste der verlassenen Stadt mit Burgruine und vielen Wohnhöhlen zu sehen. (10 km)


Castro
 
ist eine weitere Ruinenstadt. Von der Etruskerzeit bis zum Mittelalter bewohnt, wurde sie1649 von päpstlichen Truppen dem Erdboden gleichgemacht. Selten hat dieser Ausdruck so seine Berechtigung gehabt! Heute ist Castro ein romantisches, zugewachsenes Ruinenfeld im Wald. (16 km)


Montemerano
 
Einer der schönsten Orte der Gegend, klein und verschlafen, mit einer wunderbaren Bar vor dem Eingang zur Altstadt, einer reizenden, ganz intimen Piazza oberhalb und einem wunderschönen mittelalterlichen Bild in der sehenswerten Kirche von San Giorgio: "Madonna della Gattailola" Das Bild hat unten ein Loch, es wurde lange woanders als Tür benutzt und der Besitzer hat ein Katzenloch hineingeschnitten. (25 km)


Monte Labbro
 
Ein 1193 m hoher Berg mit auffallender Pyramidenform. Wenn man faul ist, fährt man fast bis zum Gipfel und steigt wie auf einer natürlichen Treppe die letzten Meter. Oben die Ruinen eines Turms und einer Kapelle, die im 19. Jahrhundert ein christlicher Sozialreformer mit seinen Anhängern gebaut hat. (30 km)


Monte Amiata
 
Mit 1738 Metern ragt der höchste Berg der Gegend ganz isoliert aus der Landschaft. Bei klarer Luft kann man bis hinter Siena sehen und fast bis Rom, Man sieht das Meer mit seinen Inseln und die ganze Appenin-Kette. Im Winter ist der Amiata ein beliebtes Schigebiet. (40 km)


Bolsena-See
 
Der Lago di Bolsena ist der größte Kratersee Italiens. Gut 13 km Durchmesser, 146 m tief. Unterhalb von Gradoli Richtung Bolsena sind schöne Badestellen mit Strandkneipen, in denen man preiswert essen kann. (20 km)


Das Meer
 
Über Manciano etwa eine Autostunde. Die schnellste Möglichkeit zum Baden ist die südliche der drei Verbindungen zum Monte Argentario. Dort kilometerlanger Sandstrand mit ein paar Strandkneipen. Auf der mittleren Landzunge liegt das hübsche Städtchen Orbetello. Etwas südlich sind auf einem Hügel die Ruinen der antiken Stadt Cosa zu besichtigen, umgeben von dem gediegenen Villenort Ansedonia. Unterhalb weiter südlich liegt ein schöner Strand direkt bei den Tagliata Etrusca (römisch/etruskische Wasserregulierungsanlagen), die z.T. unterirdisch durch den Felsen ins Meer verlaufen. Dort steht auch der Torre Puccini, in dem der Komponist gerne an seinen Opern schrieb. (50 km)


Capalbio
 
Nicht weit vom Meer liegt in der Nähe von Capalbio ein eindrucksvoller Park, aber aus anderen Zeiten als der von Bomarzo. Niki de Saint Phalle hat hier ein wunderbares Pop-Art-Gesamtkunstwerk geschaffen, den Giardino dei Tarocchi. (55 km)


Saturnia
 
Saturnia ein hübscher kleiner Ort, zur Römer- und Etruskerzeit eines der wichtigsten Zentren der Gegend. An der Straße zwischen Montemerano und Saturnia gibt es berühmte heiße Wasserfälle. Das Wasser hat Körpertemperatur und ist stark schwefelhaltig (hinterher stinkt man, Silberschmuck läuft schwarz an). Eine fantastische Sache - einfach mit dem Auto hinfahren und sich reinlegen. Kostet nicht mal Eintritt! Weiter oberhalb dann die offiziellen Thermen, eine nicht ganz billige, sehr gepflegte Anlage. (27 km)


Vulci
 
Die etruskisch/römische Stadt liegt südlich nicht weit vom Meer. Ausgangspunkt einer Besichtigung ist der Ponte D'Abbadia, ein kühner Brückenbogen neben einem mittelalterlichen Kastell, in dem sich ein Museum befindet. (50 km)


Viterbo
 
Große interessante Stadt mit vielen Besichtigungsmöglichkeiten. An der Straße zwischen Viterbo und Montefiascone verschiedene Supermärkte. (60 km)


Orvieto
 
Ebenfalls alte Stadt mit schönem Dom (berühmte Fresken von Signorelli) und anderen Attraktivitäten. (50 km)


Bomarzo
 
Hier ist der der Parco dei Mostri (Park der Monster), schon von Dali verehrt, zu Renaissancezeiten aus den Felsen gemeißelte Ungeheuer, Tiere wie Kriegselefanten, Götter. Das Schärfste: Ein schiefes Haus, in dem einem schummrig wird. (60 km)


Rom
 
Mit dem Auto etwa 2,5 Stunden, entweder über Valentano, Tuscania auf die Via Cassia oder die Via Aurelia am Meer entlang. Es gibt auch eine recht umständliche und selten verkehrende Busverbindung. In Rom gibt es rund um den Hauptbahnhof sehr viele preiswerte Hotels und Pensionen. In der Nähe sind die U-Bahn und der Busbahnhof, von wo aus man (wenn nicht zu Fuß - das antike Zentrum ist klein) leicht überall hinkommt. (130 km)

 
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